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musikschule düdingen

Neue Leiterin in der «Music World»

Innert fünf Jahren stieg die Schülerzahl an der Düdinger Musikschule «David's Music World» von null auf über 300. David Aebischer übergab kürzlich die Schulleitung an Claudia Neuhaus.

u Hans Ulrich Schaad

«Es war riskant und utopisch zugleich, eine Musikschule zu gründen», blickt David Aebischer, Initiant der Musikschule «David's Music World» fünf Jahre zurück. «Wir wussten nicht, ob wir überhaupt Schüler haben werden.» Doch nach nur zwei Monaten hatten sich schon 75 Schüler eingeschrieben. Das war der Anfang einer Erfolgsgeschichte, deren Akteure jetzt geändert haben.

Neue Leiterin
Nach knapp fünf Jahren hat Aebischer jetzt die Schulleitung an Claudia Neuhaus übergeben. «Ich habe so viele andere Projekte, dass die Zeit knapp wird», begründet er seinen Schritt. «Ich will nicht, dass die Qualität darunter leidet.» Neuhaus arbeitet seit anderthalb Jahren für die Musikschule. Am Konzept will sie vorläufig nichts ändern: «Um etwas ändern zu können, muss ich erst länger dabei sein. Und die Leute müssen sich zuerst an mich gewöhnen.» Das Konzept, das David Aebischer aufbaute, hat sich bewährt.


David Aebischer übergibt Claudia Neuhaus mit dem Schlüsselbrett auch die
Leitung seiner Music World.

Flexibel bezahlen
Früher, als er nur seine Musikagentur führte, habe man ihn oft gefragt, ob er nicht auch Musikunterricht erteile. «Ich musste die Leute an andere Musikschulen verweisen», erinnert sich Aebischer. «Aber oft hatten sie spezielle Wünsche, welche kaum erfüllt werden konnten.» Das betraf beispielsweise den Zahlungsmodus, in dem er einen der Hauptgründe seines Erfolgs sieht: «Bei uns zahlen die Schüler monatlich, und zwar rückwirkend für die gehaltenen Lektionen.» Das sei zwar aufwändig, doch diese Flexibilität, wie auch die Kündigungsfrist von nur zwei Monaten, werde sehr geschätzt. So können Eltern ihre Kinder in den Unterricht schicken, ohne sich gleich für ein ganzes Jahr verpflichten zu müssen.
Zu Beginn wurde Unterricht für sehr viele Instrumente angeboten, darunter auch Panflöte und Schwyzerörgeli. Heute ist die Palette viel kleiner. Als Renner haben sich Gitarre und Schlagzeug erwiesen, gefolgt von Gesang und Keyboard. Das Erlernen eines Musikinstruments liegt nach wie vor im Trend. «Das spüren wie bei den vielen Anfragen und Anmeldungen», sagt Aebischer.

Gemeinsam musizieren
Ein Schwergewicht wird beim Zusammenspiel zwischen den Schülern gelegt. «In vielen Schulen ist das ein Manko», begründet Aebischer dieses Konzept. Deshalb werden nur Lehrer angestellt, die ebenfalls Studio- und Banderfahrung haben. Die können dann ihr Know-how weitergeben. So fanden sich in der Musikschule auch schon neue Bands zusammen. Dementsprechend locker ist die Atmosphäre. Der Leistungsdruck kommt nicht von der Schule. Es ist der Schüler, der seine Ziele festsetzt. Der Lehrer hilft ihm, diese zu erreichen. Für Aebischer ist es sehr wichtig, dass nicht zu viel «gschüelerlet» wird. Für ihn ist der Lehrer der Moderator, der zum Erfolg führt.
Das «Music World»-Team ist ständig am Optimieren. So wurden die Akustik in den acht Unterrichtszimmern verbessert, ein kleines Tonstudio eingerichtet, und im Internet-Café können Partituren und Texte heruntergeladen werden. Im Moment sind neun Musiklehrer angestellt, so dass es kaum zu Engpässen mit Unterrichtszimmern kommt. Und falls es doch einmal eng werden sollte, sind im Kulturzentrum «Alti Moschti» in Düdingen zwei Zimmer reserviert.

Keine Rückschläge
Mit der Musikschule ging es stetig aufwärts. Heute zählt sie über 300 Schüler, die meisten im Alter zwischen 6 und 25 Jahren. Als Nachteil der kurzen Kündigungsfrist erwähnt Aebischer, dass es recht viele Wechsel gebe. Trotzdem möchte er hier nichts ändern: «Der Kunde ist König. Und dem wollen wir gute Dienstleistungen anbieten.»

Leben mit Konkurrenz
Andere Musikschulen sieht David Aebischer nicht unbedingt als Konkurrenz. Er spricht von einem «Nebeneinander», dessen Angebote nicht vergleichbar seien. So decke die Musikgesellschaft Düdingen beispielsweise den Blasinstrumente-Unterricht ab, das Konservatorium oder die Musikschule Baeriswyl die Tasteninstrumente. Dass andere Schulen subventioniert werden, stört den Musikschule-Chef nicht: «Subventionen sind meist mit Auflagen verbunden. Aber wir wollen flexibel sein und bleiben.»  u

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